Ausstellung SCHUBHAFT

Hinter der weißen Fassade von einem Wiener Gebäude am Hernalser Gürtel ist ein Abschiebezentrum namens PAZ Hernals. Von draußen sind nur ein paar Polizeischilder und unauffällige Gitter an den Fenstern zu sehen, die darauf hinweisen, was innen passiert. In aller Öffentlichkeit versteckt ist dies eines der größten Schubhaft-Zentren in Österreich, wo Menschen inhaftiert sind, denen das Bleiberecht in Europa verweigert wurde. Es ist ein wichtiges Beispiel für die hoch entwickelte, aber dennoch größtenteils unsichtbare Infrastruktur, welche die rassistische Migrationspolitik Europas ausführt. Menschen werden eingesperrt, um sie unter Druck zu setzen, damit sie ‚freiwillig‘ Europa verlassen, oder um die Zeit abzuwarten, bis sie mit Gewalt abgeschoben werden können. Es gibt nur wenige Wege diesem System zu entkommen, deshalb werden die Geschichten der Inhaftierten nur selten in unserer Gesellschaft gehört.

Eine Person vom Jack-Kollektiv war im PAZ Hernals eingesperrt. Wir haben zusammen gearbeitet, um diese Erfahrung zu visualisieren. Wir wollen auf den strukturellen Rassismus, der in unserer Gesellschaft herrscht, aufmerksam machen und Menschen dazu motivieren, sich gegen diese unterdrückende Mechanismen einzusetzen.