Vortragsreihe

Im Rahmen der Ausstellung SCHUBHAFT wurde eine Reihe an Vorträgen zum Thema der Europäischen Migrationspolitik organisiert:
 

Marokko – Spanien: Die Vergessenen Grenze?
Di. 19.03.2019

Während die Berichte über die Missstände und Repressionen entlang der Balkanroute, Libyen und der zentralen Mittelmeerroute die Medien dominieren, wurde 2018 die spanisch-marrokanische Grenze im vergangenen Jahr zur Haubtmigrationsroute. Dieses ist medial vollkommen aus dem Fokus geraten, obwohl die Doppelrolle Marokkos als Leitfigur der Afrikanischen Union und enger Verbündeter der EU in Fragen Migration von grosser Bedeutung ist. Das Königreich präsentiert sich als zukunftweisendes Land und gleichzeitig verübt dieser rassistische und repressive Staat regelmäßige außerrechtliche Massenverschleppungen, Hausdurchsuchungen, Plünderungen, und willkürliche Inhaftierungen.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuelle Situation an der marokkanisch-spanischen Grenze und spricht über Möglichkeiten und Schwierigkeiten aktivistischer Strukturen, explizit in der Grenzstadt Tanger.

JACK-Kollektiv: How To Get Out of Schubhaft
Di. 26.03.2019

One former prisoner from the deportation center (Schubhaft) in Hernals, will share some of his experiences and what he learned from his time in prison. He will share some knowledge on how to stop your own deportation, how to get money when inside to call someone for help, how to avoid problems with the cops, and finally some ways to get out of the prison. This is also an opportunity to ask the collective about the exhibition.

Free PAZ Hernals 6 – Nach dem Urteil
Fr. 29.03.2019

Am 14 September 2018 brannte das Abschiebelgefaengnis (PAZ) am Hernalser Gürtel in Wien. Eine Zelle war als Widerstand gegen Inhaftierung und bevorstehende Abschiebungen angezündet worden. Seitdem sind alle 6 in Untersuchungshaft, und am 15 und 22 März findet der Prozess im Landesgericht Josephstadt statt.
Es ist anzunehmen, dass der Staat diesen Akt des Widerstandes depolitisieren und kriminalisieren wird, um gleichzeitig die Schuld von sich zu weisen und das rassistische Abschiebesystem weiterhin als notwendig darzustellen. Wir werden den Prozess solidarisch beobachten und darüber Berichten.
Wir wollen nun nach dem Urteil eine Diskussion über institutionellen Rassismus anregen und zusammen darüber reflektieren, wie wir uns in Zukunft mit den Hernals 6 und weiteren betroffenen Menschen effektiv solidarisieren können.